Reifen richtig einlagern: So überstehen sie die Saison
Ein Satz Reifen kostet schnell mehrere hundert Euro. Wer sie über den Sommer oder Winter falsch lagert, verkürzt ihre Lebensdauer erheblich — dabei sind die Regeln überschaubar.
Der richtige Ort
Reifen mögen es kühl, trocken und dunkel. Ideal sind Temperaturen unter 25 Grad und ein Raum ohne direkte Sonneneinstrahlung. Eine trockene Garage erfüllt das meist besser als ein Kellerraum mit hoher Luftfeuchtigkeit.
Wichtig ist außerdem Abstand zu Ozonquellen: Elektromotoren, Heizungen und laufende Elektrogeräte lassen Gummi schneller altern. Auch Lösungsmittel, Benzin und Öl haben nichts neben Reifen zu suchen.
Liegend oder stehend?
Reifen auf Felgen lagerst du liegend gestapelt oder hängend — so wird die Lauffläche nicht punktuell belastet. Erhöhe dabei den Luftdruck um etwa 0,5 bar, um Verformungen vorzubeugen.
Reifen ohne Felgen stellst du dagegen aufrecht nebeneinander und drehst sie etwa alle vier Wochen ein Stück weiter. So entstehen keine Standplatten.
- Mit Felge: liegend stapeln oder hängen, Luftdruck +0,5 bar
- Ohne Felge: stehend lagern und regelmäßig drehen
- Vor dem Einlagern reinigen und trocknen lassen
Vorbereitung und Kennzeichnung
Wasche die Reifen vor dem Einlagern ab und entferne Steinchen aus dem Profil. Salzreste vom Winter greifen Gummi und Felgen über Monate an.
Notiere mit Kreide oder Aufklebern die Position am Fahrzeug (VL, VR, HL, HR). Beim nächsten Wechsel kannst du dann korrekt tauschen und den Verschleiß gleichmäßig verteilen. Prüfe bei der Gelegenheit auch die Profiltiefe — unter 3 Millimetern lohnt das Einlagern bei Winterreifen kaum noch.
- Kühl, trocken, dunkel und fern von Elektromotoren lagern
- Mit Felge liegend, ohne Felge stehend aufbewahren
- Vor dem Einlagern reinigen und Einbauposition markieren