Wohnmobil und Wohnwagen überwintern: Der richtige Stellplatz
Wohnmobile und Wohnwagen stehen den Großteil des Jahres still. Ein geeigneter Winterstellplatz schützt nicht nur vor Wetter, sondern auch vor Feuchtigkeitsschäden und Diebstahl.
Größe und Zufahrt realistisch prüfen
Miss dein Fahrzeug inklusive Aufbauten: Dachklimaanlage, Satellitenschüssel und Fahrradträger machen schnell 30 Zentimeter mehr Höhe oder Länge aus. Plane Rangierfläche vor dem Stellplatz ein — ein sechs Meter langes Wohnmobil braucht deutlich mehr Platz zum Einschlagen als ein Pkw.
Bei überdachten Plätzen ist die Durchfahrtshöhe der entscheidende Wert, nicht die Höhe des Stellplatzes selbst.
Untergrund und Belüftung
Ein befestigter, ebener Untergrund verhindert, dass das Fahrzeug einsinkt oder schräg steht. Schrägstand ist nicht nur unpraktisch, sondern belastet auch Aufbau und Wasserabläufe.
Wichtiger als vollständige Dichtheit ist Belüftung: In einem komplett abgeschlossenen, feuchten Raum bildet sich schnell Kondenswasser und damit Schimmel im Innenraum. Ein trockener, gut durchlüfteter Unterstand ist besser als eine dichte, aber klamme Halle.
- Ebener, befestigter Untergrund
- Gute Belüftung gegen Kondenswasser
- Schutz vor direkter Sonne für Dichtungen und Lack
Vor dem Einwintern
Entleere Frisch- und Abwassertanks vollständig und lasse die Ventile offen. Reinige den Innenraum, entferne Lebensmittel und lasse Schranktüren und Kühlschrank einen Spalt offen stehen, damit Luft zirkulieren kann.
Die Batterie solltest du entweder ausbauen und frostfrei laden oder über ein Erhaltungsladegerät versorgen. Reifendruck leicht erhöhen und das Fahrzeug während der Standzeit gelegentlich ein Stück bewegen beugt Standplatten vor.
- Höhe inklusive Aufbauten messen und Rangierfläche einplanen
- Belüftung ist wichtiger als absolute Dichtheit
- Tanks leeren, Batterie versorgen, Reifendruck erhöhen